Das

Kepler-
Gymnasium Ulm

Sprachenwahl



Non scholae, sed vitae discimus. – Latein

 

Wie ist der Lateinunterricht organisiert?

Latein kann ab der 6. Klasse als zweite Fremdsprache mit vier Wochenstunden belegt werden. Diese Sprachenwahl ist bis zur 10. Klasse verbindlich; ab der 8. Klasse kann dann entweder das sprachliche Profil mit Französisch oder Spanisch als dritter Fremdsprache oder das naturwissenschaftliche Profil oder das Kunstprofil (jeweils ohne weitere Fremdsprache) gewählt werden.

Worum geht es im Lateinunterricht?

Der Unterricht der Klassen 6 bis 8 bereitet auf die Lektüre lateinischer Originaltexte vor. Oberstes Ziel des Lateinunterrichts ist das Verständnis lateinischer Texte. Von Anfang an geht es darum, zunächst Grundkenntnisse der lateinischen Sprache zu erwerben. Diese umfassen die Aneignung eines Basiswortschatzes, das Erlernen und Verstehen der Grammatik und ihrer Terminologie, die Fähigkeit den sprachlichen Aufbau lateinischer Sätze zu analysieren, schließlich verschiedene Formen der Erschließung von Texten. Diese Ziele sind unerlässliche Voraussetzungen für das Hauptziel: die Übersetzungsfähigkeit. Grundlage für die Arbeit im Anfangsunterricht ist das Lehrbuch, das ausgehend von sprachlich einfachen Texten, die angestrebten Ziele des Sprachunterrichts schrittweise realisiert und in altersgemäßer Weise römisches Alltagsleben, antike Mythologie und Geschichte thematisiert.

Ab der 9. Klasse werden die erworbenen Fähigkeiten an einfacheren Originaltexten angewendet. Themen dieser Anfangslektüre sind Fabeln, Mythologie, Biographien, Liebesdichtung sowie Texte aus dem mittelalterlichen Latein. In der eigentlichen Lektürephase werden dann anspruchsvollere Originaltexte aus den Bereichen Geschichtsschreibung, Staatsphilosophie, Ethik, Briefliteratur, Poesie etc. behandelt. Geeignete Ansätze zur Interpretation sollen über reine Übersetzungsarbeit hinaus ein vertieftes Verständnis der Textinhalte ermöglichen und einen Bezug zur Gegenwart herstellen und somit zu einem tieferen Bewusstwerden aktueller politischer, menschlicher und gesellschaftlicher Probleme beitragen.

Welche Vorzüge bietet der Lateinunterricht?

  • Latein ist Basissprache vieler moderner Fremdsprachen; es erleichtert somit das Erlernen dieser Sprachen.
  • Lateinkenntnisse helfen, Fremdwörter und wissenschaftliche Fachbegriffe schneller und besser zu verstehen.
  • Die lateinische Sprache stellt ein einzigartig geschlossenes Regelsystem der Grammatik zur Verfügung (durch den Grammatikunterricht werden sowohl in der Muttersprache als auch in den anderen modernen Fremdsprachen grammatikalische Kategorien deutlich und sprachliche Strukturen transparent).
  • Latein ist ein Fach der Denkschulung und hat wissenschaftspropädeutischen Charakter (d. h. die Auseinandersetzung mit der lateinischen Sprache fördert genaues Beobachten, Kombinationsvermögen, Präzision, Analyse- und Urteilsfähigkeit und Ausdauer, wichtige Voraussetzungen für jedes wissenschaftliche Studium).
  • Schließlich sind Lateinkenntnisse (Latinum) formale Voraussetzungen für viele Studiengänge an den Universitäten (besonders in den geisteswissenschaftlichen und sprachlichen Fächern. Für andere Fachbereiche wie Medizin, Pharmazie, Jura sind sie zumindest von großem Nutzen).
  • Lateinisch sprechen werden wir nicht lernen, gesprochenes Latein verstehen wohl.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihre Fachschaft Latein



Le français, une clé pour l’avenir. – Französisch

 

Wie ist der Französischunterricht organisiert?

Französisch kann ab der 6. Klasse als zweite Fremdsprache mit vier Wochenstunden belegt werden. Diese Sprachenwahl ist bis zur 10. Klasse verbindlich; ab der 8. Klasse kann dann entweder das sprachliche Profil mit Spanisch als dritter Fremdsprache oder das naturwissenschaftliche Profil oder das Kunstprofil (jeweils ohne weitere Fremdsprache) gewählt werden.

Worum geht es im Französischunterricht?

Die Schülerinnen und Schüler haben in der Grundschule Sprachkompetenzen und Lernstrategien erworben, die zu Beginn des gymnasialen Unterrichts gefestigt und besonders beim eigenverantwortlichen und selbständigen Üben genutzt werden. Auf allen Stufen werden individuelles, selbstverantwortliches und partnerschaftliches Lernen sowie die Nutzung moderner Technologien gefördert, um den Lernprozess möglichst wirkungsvoll zu gestalten.

Oberstes Ziel ist, die interkulturelle Kommunikations- und Handlungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler zu entwickeln. Ziel ist es, die direkte Kommunikation zu erproben und sich darin zu bewähren. Aus diesem Grunde wird im Französischunterricht auf sprachliche Fertigkeiten wie Hörverstehen und freies Sprechen und Schreiben besonders Wert gelegt. In Klasse 8 fährt das Kepler-Gymnasium seit 23 Jahren nach Crozon, in der Bretagne. Dort wird das Gelernte im Alltag, in einer französischen Familie, angewendet. Daneben wird insbesondere das Leseverstehen weiterentwickelt, sodass die Schülerinnen und Schüler durch authentische Materialien und Texte schon früh auf interkulturelles Lernen eingestellt werden. In der Sekundarstufe II werden Kommunikationsfähigkeiten und Sprachhandel weiterentwickelt. Das interkulturelle Lernen erhält durch die Beschäftigung mit der sozialen, politischen und wirtschaftlichen Realität Frankreichs und französischsprachiger Länder eine neue Dimension. Deutsch-französische Gemeinsamkeiten und Unterschiede werden bewusst gemacht und bewertet. Dies führt zu einem tieferen Verständnis der gesellschaftlichen Verhältnisse der anderen und der eigenen Kultur. Die Begegnung mit Werken aus der französischsprachigen Literatur vermittelt interkulturelle Kompetenz und trägt besonders zur Entfaltung der Persönlichkeit und ästhetischen Erziehung der Schülerinnen und Schüler bei.

Welche Vorzüge bietet der Französischunterricht?

  • Die französische Sprache ist für die Menschen in der Bundesrepublik Deutschland von besonderer Bedeutung, da sie Sprache des Nachbarlandes Frankreich ist sowie in Belgien, Luxemburg und auch in der Schweiz als Muttersprache gesprochen wird.
  • Darüber hinaus ist das Französische Verkehrs- und Amtssprache in vielen Teilen der Welt und zahlreiche internationale Organisationen kommunizieren traditionell in dieser Sprache.
  • Frankreich und Deutschland sind schon jetzt die beiden treibenden Kräfte Europas. Ob in der wissenschaftlichen, industriellen oder politischen Zusammenarbeit. Die meisten europäischen Initiativen der letzten 30 Jahre kamen aus unseren beiden Ländern.
  • Über 2000 Kommunen aus Deutschland und Frankreich haben Partnerschaften geschlossen. Zahlreiche Organisationen bieten eine Vielzahl von Austauschprogrammen an. Allein das deutsch-französische Jugendwerk organisiert jedes Jahr 7000 Treffen, bei denen sich 150000 Jugendliche kennen lernen.
  • Frankreich ist das wichtigste Importland für deutsche Produkte. Gleichzeitig ist Deutschland Frankreichs bester Kunde. Mit dem Euro wurde die Beziehung noch enger.
  • Wer nur eine Fremdsprache kennt, öffnet sich nur einem kulturellen Modell. In vielen Ländern ist es normal mehrere Sprachen zu sprechen. Zum gegenseitigen Verständnis reicht Englisch nicht aus. Selbst in technischen Berufen versteht man sich besser, wenn man die andere Kultur kennt.
  • Bei den Fremdsprachen, die auf dem deutschen Arbeitsmarkt gefragt sind, steht Französisch mit weitem Abstand vor den anderen nach Englisch.
  • Einige Jahre in Frankreich zu leben und zu arbeiten, wird zum beruflichen Alltag vieler Menschen in Deutschland werden.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihre Fachschaft Französisch